Liebe Handballfamilie,
herzlich Willkommen zu unserem vierten Heimspieltag der Oberliga-Saison 2026/2027. Wie immer richtet sich zunächst ein Dank an alle Menschen, die den Spielbetrieb, vor allem hinter den Kulissen unseres Handballtempels, möglich machen – ihr seid Helden.
Mit dem bis dato ungeschlagenen Handballclub aus der Schängelstadt erwartet uns am heutigen Abend ein erster Gradmesser. Mit fünf Siegen und einem Unentschieden gegen den Vorjahresmeister aus Wittlich im Gepäck reisen die Gäste mit ordentlich Rückenwind in die Vulkaneifel. Es scheint, als seien Niederlagen seltener geworden als Parkplätze am deutschen Eck bei Sonnenschein. Logisch also, dass die Stimmung der Truppe einer illustren Rentnerschiffstour auf dem Rhein bei Blümchenkaffee und Sachertorte in nichts nachstehen wird. Doch die Vulkaneifel verspricht ihren Gästen mit der Macht ihrer Elemente neue Erlebnisse, wozu bei dieser Ausgangslage natürlich auch eine Niederlage zu zählen ist. Gerne nehmen wir uns diesem Bildungsauftrag an, sehen unsere soziale Verantwortung und werden alles daran setzen, den industriedominierten Horizont der Festungskinder zu erweitern.
Nach drei Siegen in Folge mussten wir uns am vergangenen Wochenende, nicht zuletzt bedingt durch einen personellen Engpass, geschlagen geben.
Für den heutigen Tag aber sieht die Kaderplanung deutlich rosiger aus. Verzichten müssen wir nichtsdestoweniger auf Thinh Hoang Tran, auf Patrick „Brümmi“ Brümmer, dem ich an dieser Stelle im Namen der gesamten Mannschaft erneut die besten Genesungswünsche ausspreche und auf meinereiner.
Es bleibt jedoch weiter anzunehmen, dass unsere Eifler Sturheit uns zu höherem befähigt, was wir am heutigen Tage unter Beweis stellen wollen. Als touristische Hochburg verschrien, wollen wir zeigen, dass die Wehrbüschhalle, nebst ihrer Ausstattung, kein Wellnesshotel mit late check out und Begrüßungscocktail darstellt. Wir nehmen es uns zur Aufgabe, eine Abwehr zu stellen, deren Festungsmauern nicht durch eine popelige Gondel zu überwinden sind. Die Diskussion um den dortigen Denkmalschutz wollen wir auf die Koblenzer Siegesserie ausweiten.
Im Angriff verfolgen wir die Mission, zielgerichtet und mit der nötigen Contenance zu agieren, um wie Albrecht Roser himself die Fäden in der Hand zu behalten.
Zwar sind wir nicht die Gebrüder Grimm, aber heute, am 31.10.2026, wollen wir den Rhein-Mosel-Städtern das Fürchten lehren und beweisen, dass Teamgeist, Kampfeswille und Entschlossenheit mehr Aussagekraft besitzen als jeder Tabellenplatz.
Und solltet ihr, liebe Koblenzer, erachten, dass das schönste an Daun die Straße nach Hause ist, so hoffe ich, dass die Ampel in der Mehrener-Straße euch für immer die rote Karte zeigt. Denn das schönste, was man in Daun gesehen haben muss, soll, mit zwei Punkten mehr auf unserem Konto, die Anzeigentafel nach Abpfiff sein.
Um diesen Wunsch zu realisieren sind wir auf leidenschaftliche und tatkräftige Unterstützung von den Rängen angewiesen, die selbst die Hallenwand zum mitklatschen bewegt. Die daraus auf dem Feld entstehende Eruption soll am heutigen Abend kein geothermisches Phänomen, sondern Ergebnis Ihres Mitfieberns darstellen, wofür wir uns bereits vorab bedanken.
Wir freuen uns auf einen famosen Handballabend!
In diesem Sinne LG
Konrad
Details
| Datum | Zeit | Liga | Saison |
|---|---|---|---|
| 31. Oktober 2026 | 19:30 | Oberliga Rheinland Herren | Saison 2026/27 |


HC Koblenz