{"id":3929,"date":"2020-07-14T19:57:06","date_gmt":"2020-07-14T17:57:06","guid":{"rendered":"http:\/\/dauner-handball.info\/?p=3929"},"modified":"2020-09-13T10:36:44","modified_gmt":"2020-09-13T08:36:44","slug":"helmut-plein-die-ungewoehnliche-handballkarriere-eines-vorbildlichen-handballfunktionaers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dauner-handball.de\/?p=3929","title":{"rendered":"Helmut Plein &#8211; Die ungew\u00f6hnliche \u201eHandballkarriere\u201c eines vorbildlichen \u201eHandballfunktion\u00e4rs\u201c"},"content":{"rendered":"<div class=\"n module-type-text diyfeLiveArea \">\n<p>\u00dcber Jahrzehnte waren die Geschicke des TuS Daun und die des Handballbezirks Mosel eng mit einem Namen verkn\u00fcpft. Die Rede ist von Helmut Plein, dem fast 69-j\u00e4hrigen Wahl-Gladbachers.<\/p>\n<p>\u201eNein, ich komme nicht wie so viele andere aus einer Handballfamilie und Handball habe ich auch nicht wirklich gespielt. Mein Weg zum Handball war ein etwas anderer: Ab 1971 war ich Zeitsoldat in der Dauner Heinrich-Hertz Kaserne. Mit Handball hatte ich nichts zu tun und ein Handballspiel hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht gesehen. Das sollte sich aber sehr schnell \u00e4ndern. Zum Handball kam ich, als mich mein damaliger Zugf\u00fchrer Freddy F\u00fcrstenberg, der zu diesem Zeitpunkt auch Abteilungsleiter des TuS Daun war, fragte, ob ich vielleicht Interesse h\u00e4tte, mal mit zum Handball zu kommen. Ihm w\u00fcrden Helfer f\u00fcr verschiedene T\u00e4tigkeiten fehlen. An den genauen Zeitpunkt kann ich mich nicht mehr erinnern, aber es muss so Anfang 1979 gewesen sein\u201c, sagt der aus Speicher stammende Helmut Plein. &nbsp;<\/p>\n<p>An einem Samstag nahm F\u00fcrstenberg dann den neugierigen Plein mit in die GSG-Halle und zeigte ihm, was es alles so vor einem Handballspiel zu tun gibt. \u201eDa es hier noch keine Trib\u00fcnen gab half ich bei Aufbau der fahrbaren Trib\u00fcnenteile und anschlie\u00dfend dem damaligen Kassierer Bernd Prietz beim Kassieren der Eintrittsgelder\u201c.<\/p>\n<p>Plein sah an diesem Abend sein erstes Handballspiel der 1.M\u00e4nnermannschaft des TuS Daun. Die Mannschaft spielte damals in der Oberliga Rheinland. Er erinnert sich an ein sehr spannendes Spiel und die Dauer Mannschaft siegte knapp. \u201eDiese Spannung und die Stimmung in der Halle hatten mich begeistert. Nach dem Spiel war dann wieder der Abbau der Trib\u00fcnen angesagt. Das ganze Spiel wiederholte sich dann in den darauffolgenden Wochen. So kam ich also zum Handball in Daun\u201c, verr\u00e4t der mit dem Handballvirus nun infizierte Dauner. &nbsp;<\/p>\n<p>Mit der Zeit wurden die Aufgaben f\u00fcr Plein immer umfangreicher. Durch die Ausbildung zum Zeitnehmer\/Sekret\u00e4r kam eine weitere Aufgabe dazu. Bei den bekannten Dauner Pfingstturnieren im Wehrb\u00fcschstadion, von 1974 bis 1984, war Plein ab 1979 im Einsatz und sorgte unter anderem daf\u00fcr, dass der Getr\u00e4nkecontainer immer gut gef\u00fcllt war. \u201eDie Arbeit machte mir viel Spa\u00df und ich lernte viel Neues und interessante Leute kennen\u201c.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"n module-type-text diyfeLiveArea \">\n<p>Die 1.M\u00e4nnermannschaft stieg 1982 in die Regionalliga-West, die dritth\u00f6chste Spielklasse im Handball, auf. Der TuS 05 Daun geh\u00f6rte zu den Handball-Hochburgen im Handballverband Rheinland und Plein geh\u00f6rte zu dieser \u201egro\u00dfartigen Handballfamilie\u201c (Zitat Plein)<\/p>\n<p>Von 1984 \u2013 1986 unterst\u00fctzte \u201ePleni\u201c &#8211; so sein Spitzname, den er von einem Jugendlichen bekommen hatte &#8211; den damaligen TuS Abteilungsleiter J\u00fcrgen K\u00f6nig bei seinen vielf\u00e4ltigen organisatorischen Aufgaben. Kontakte zu den Dauner Beh\u00f6rden, dem Handballverband Rheinland, Vereinen, Passbearbeitung und Pressearbeit geh\u00f6rten dazu.<\/p>\n<p>Die Erfahrung, dass zum Sport aber nicht nur H\u00f6hen sondern auch Tiefen geh\u00f6ren, machte Plein 1986, als die 1.Mannschaft des TuS Daun nach zwei Jahren Regionalliga bis in die Landesliga abstieg. Dazu kam dann auch noch, dass&nbsp; Abteilungsleiter J\u00fcrgen K\u00f6nig aus beruflichen Gr\u00fcnden in die USA versetzt wurde. Um den Fortbestand der Handballabteilung stand es schlecht. Rainer Schwab wurde Abteilungsleiter und trainierte die \u00fcbrig gebliebenen 5 Mannschaften der Abteilung. \u201eSo kam es, dass wir uns die Aufgaben teilten, Rainer war f\u00fcr den sportlichen Bereich zust\u00e4ndig und ich \u00fcbernahm dann als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer den organisatorischen Part. Mehr Verantwortung war dann aber auch mit mehr Arbeit verbunden. Saisonspielpl\u00e4ne f\u00fcr alle Mannschaften erstellen und immer wieder aktualisieren, Spielverlegungen bearbeiten und die Meldung der Spielergebnisse an die jeweiligen Pressewarte kam zu den schon vorhandenen Arbeiten dazu\u201c, sagt Plein.<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Unterst\u00fctzung erhielt Plein dann Ende der 80-iger Jahre durch Hans Werner M\u00fcller (HW), der am PC fit war und ihm viel Arbeit abnahm. M\u00fcller erstellte das Infoheft zu den Heimspielen der 1.Mannschaft und fungierte auch als Mannschaftsverantwortlicher.<\/p>\n<p>Doch auf der Vereinsebene sollte die Arbeit f\u00fcr Helmut Plein nicht enden: \u201eBei den j\u00e4hrlichen Treffen der Vereinsvertreter des Handballbezirkes Mosel in Trier, an denen ich als Dauner Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer teilnahm, fragte mich der damalige Bezirks- Jugendwart G\u00fcnter Baumann, ob ich nicht Lust h\u00e4tte, Staffelleiter f\u00fcr verschiedene Jugendspielklassen zu werden. Da mich diese Aufgabe interessierte, nahm ich sie an. Ich konnte aber nicht wissen, was sp\u00e4ter daraus werden sollte\u201c.<\/p>\n<p>Es kam, wie es kommen musste: 1987 wurde Plein stellvertretender Jugendwart und ab 1989 \u00fcbernahm er das Amt der Jugendwartes des Handballbezirkes Mosel. Als Jugendwart sitzt man automatisch im Jugendausschuss des Handballverbandes Rheinland. \u201eMit einer kurzen Unterbrechung war ich bis 2010 Jugendwart, also rund 23 Jahre\u201c, sagt der Dauner nicht ohne Stolz.<\/p>\n<p>Auch beim TuS Daun ging es weiter: Von 1988 bis 2009 plante und organisierte Plein rund 20 Zeltlager f\u00fcr die Dauner Handballjugend, die bis auf wenige Ausnahmen an Fronleichnam stattfanden und verbunden waren mit der Teilnahme an Handballturnieren. An den 5-t\u00e4gigen Zeltlagern nahmen im Schnitt zwischen 60 bis 80 Jugendliche im Alter von 8- 16 Jahren, und rund 10 \u2013 15 Betreuer teil. Am gr\u00f6\u00dften im Jahre 1993 z\u00e4hlte man insgesamt 100 Jugendliche und 15 Betreuer. \u201eEs fand in Haelen\/Holland statt. Hier gilt mein ganz besonderer Dank heute noch all den Betreuerinnen und Betreuern, ohne die so etwas nicht m\u00f6glich gewesen w\u00e4ren. Wir hatten immer ein tolles Team zusammen\u201c. Seit 2002 nimmt die Handballjugend des TuS j\u00e4hrlich am bekannten Felke-Turnier in Bad-Sobernheim teil.<\/p>\n<p>Zu den j\u00e4hrlichen Zeltlagern kamen dann von 1996 \u2013 2004 noch 9 Ferienfreizeiten, immer in den Sommerferien, die von Plein geplant und organisiert wurden. Hier ging es mit 45 Jugendlichen und 5 Betreuern 8 Tage in Jugendherbergen in ganz Deutschland. \u201eIn Merzalben\/Pfalz, Bad-Homburg\/Saar, Norddeich, Schluchsee, Ratzeburg, Kempten\/Allg\u00e4u, Waren M\u00fcritzsee, Ulm und Balingen verbrachten wir immer sehr sch\u00f6ne Tage. Ratzeburg ist mir noch gut in Erinnerung. Von hier fuhren wir mit dem Bus nach Hamburg zu einer 2 st\u00fcndigen Hafenrundfahrt und besuchten auf der Reeperbahn das Musical Cats. Mein besonderer Dank geht hier an die Busfahrer Schorsch Blonigen und Olaf Minninger, die uns immer sicher und unfallfrei gefahren haben\u201c, dankt Plein.<\/p>\n<p>Die Arbeit mit der Dauner Handballjugend lag Plein ganz besonders am Herzen.<\/p>\n<p>Die Planung und Durchf\u00fchrung solcher Aktionen waren mit viel Arbeit verbunden, die Plein aber nicht alleine bew\u00e4ltigen musste, denn er hatte ein gut funktionierendes Team hinter sich.&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eNun fragen sich wohl einige, ob ich denn auch aktiv Handball gespielt habe. Die Frage kann ich kurz mit einem nein beantworten. 1991 wurde um Trainer Pit L\u00f6rscher die 3.Mannschaft gegr\u00fcndet, zu der ich geh\u00f6rte. Nach einigen Trainingseinheiten stellte ich jedoch fest, dass ich kein Handballtalent hatte. Klar, mit 40 Jahren lernt man es nicht mehr\u201c, gesteht der mittlerweile 69-j\u00e4hrige.<\/p>\n<p>Bei der Gr\u00fcndung des F\u00f6rdervereines \u201eDauner Handballfreunde e.V. im Jahr 1991 geh\u00f6rte Plein selbstverst\u00e4ndlich zu den Gr\u00fcndungsmitgliedern.<\/p>\n<p>Von 1992 \u2013 1997 fanden in Daun Turniere mit hochrangigen Mannschaften der 1.- und 2. Bundesliga statt an deren Organisation Plein ebenfalls beteiligt war.<\/p>\n<p>Mit zu den H\u00f6hepunkten geh\u00f6rte f\u00fcr Plein 1993 ein 1-w\u00f6chiges Trainingslager der Deutschen Handball-Nationalmannschaft mit dem damaligen Bundestrainer Arno Ehret in Daun.<\/p>\n<p>\u201e1995 wurde ich dann Abteilungsleiter der Dauner Handballabteilung. Mit meinem Stellvertreter Hans Werner M\u00fcller zusammen habe ich dieses Amt bis 2009 begleitet. Nat\u00fcrlich mit allen H\u00f6hen und Tiefen die es im Sport gibt. Wobei es aber eindeutig mehr H\u00f6hen als Tiefen waren.&nbsp; Mit etwas Stolz kann ich auch sagen, dass ich der Initiator der ersten FSJ-ler Stelle beim TuS 05 Daun war. Das erste Freiwillige-Soziale-Jahr, das als Ersatz f\u00fcr den Wehrdienst angerechnet wurde, absolvierte ab 2003 Thomas Feilen f\u00fcr 12 Monate in der Handballabteilung. Mit Bj\u00f6rn Partschefeld fand ich dann 2004 in Dresden einen w\u00fcrdigen Nachfolger, der dieses Amt 17-Monate aus\u00fcbte. 2004 wurde ich mit 53 Jahren von der Bundeswehr pensioniert\u201c, erz\u00e4hlt Plein.<\/p>\n<p>Das war aber kein Grund f\u00fcr Plein jetzt ruhiger zu werden. \u201eMit dem Handball ging es wie gewohnt weiter, dazu ein paar Nebenjobs wie &#8211; Redakteur bei der Dauner Eifelzeitung, B\u00fcromitarbeiter in einem Altenheim oder als Lagerarbeiter \u2013 verdiente ich mir noch ein paar Euro dazu. Ab Mitte 2006 wurde ich nach der Trennung von meiner Frau etwas ruhiger. Und auch im Handball trat ich k\u00fcrzer. Andere mussten jetzt mehr Verantwortung \u00fcbernehmen. Nachdem ich Ende 2008 meine jetzige Partnerin Christel kennen lernte, mit der ich jetzt schon 12 Jahre das Leben genie\u00dfe, beschloss ich 2009, nach insgesamt 30 Jahren Handball, die Verantwortung an andere zu \u00fcbergeben. Diese Entscheidung habe ich bis heute nicht bereut.&nbsp;<\/p>\n<p>Dinge wie gemeinsame Reisen, Wandern, Walken und Radfahren stehen jetzt im Vordergrund. Das ruhigere Leben auf dem Land und nat\u00fcrlich auch die Gartenarbeit machen mir besonders viel Spa\u00df.<\/p>\n<p>Dem Dauner Handball bin ich aber trotzdem noch verbunden. Die Bearbeitung der Spielpl\u00e4ne f\u00fcr den Dauner Handball mache ich noch immer und mit dazu geh\u00f6ren nat\u00fcrlich auch die gemeinsamen Besuche der Handballspiele in der Dauner Wehrb\u00fcschhalle\u201c, verr\u00e4t der pensionierte Bundeswehrsoldat.&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr seine Verdienste um den Handballsport wurden Helmut Plein viele Ehrungen zuteil, darunter die Goldene Ehrennadel des TuS 05 Daun, die Goldene Ehrennadel des Handballverbandes-Rheinland und die Silberne Ehrennadel des Landessportbundes Rheinland.<\/p>\n<p>2001 erhielt er vom damaligen Dauner Landrat Heinz Onnertz bei der Sportlerehrung des Landkreises Daun die Ehrenplakette, 2004 ehrte die Stadt Daun verdiente B\u00fcrger und selbstverst\u00e4ndlich geh\u00f6rte Helmut Plein dazu. Zuletzt erhielt der Handballfunktion\u00e4r und so kann man Plein im besten Sinne des Wortes beschreiben, die Ehrenplakette des TuS Daun&nbsp; 2010.<\/p>\n<p><em><strong>Quelle: mosel-handball.de<\/strong><\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber Jahrzehnte waren die Geschicke des TuS Daun und die des Handballbezirks Mosel eng mit einem Namen verkn\u00fcpft. 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