{"id":1620,"date":"2020-06-09T10:19:40","date_gmt":"2020-06-09T08:19:40","guid":{"rendered":"http:\/\/dauner-handball.info\/?p=1620"},"modified":"2020-09-13T10:39:40","modified_gmt":"2020-09-13T08:39:40","slug":"rainer-schwab-eine-praegende-persoenlichkeit-nicht-nur-im-handballsport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dauner-handball.de\/?p=1620","title":{"rendered":"Rainer Schwab &#8211; eine pr\u00e4gende Pers\u00f6nlichkeit, nicht nur im Handballsport"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Foto: Rainer Schwab (rechts) mit Helmut Plein und Jochen Scheler<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"font-style: normal;\">1960 startet eine beeindruckende Sportlerkarriere. Die Rede wird von Rainer Schwab, dem mittlerweile 73-j\u00e4hrigen Pension\u00e4r sein, der wie kaum ein anderer vor allem das Handballgeschehen in Daun und in der Region gepr\u00e4gt hat.<\/p>\n<p style=\"font-style: normal;\">In der MJC Trier begann er mit Handball und Leichtathletik und erinnert an alte Zeiten: \u201eFeldhandball war angesagt, Hallenhandball beschr\u00e4nkte sich auf zwei Wochenenden in der Natohalle in Euren\u201c. Im Feldhandball brachte es der junge Handballer bis zur Rheinlandauswahl.&nbsp;Neben Handball und Leichtathletik war Fu\u00dfball die Begabung und so begann er 1964 beim SV Ehrang, spielte dann ab 1965 in der 1. Amateurliga nur noch Fu\u00dfball f\u00fcr seinen Verein SV Ehrang.&nbsp;Doch die Finger konnte Schwab vom Ball nicht lassen und so spielte er ab 1970 wieder bei der MJC in Trier Handball, zumal sein f\u00fcnf Jahre j\u00fcngerer Bruder in die erste Mannschaft aufr\u00fcckte: \u201eMit ihm wollte ich unbedingt zusammenspielen\u201c, gesteht Schwab.<\/p>\n<p style=\"font-style: normal;\">Nach Abschluss seines Studiums an der P\u00e4dagogischen Hochschule in Trier wurde ihm eine Stelle in der N\u00e4he von Daun zugewiesen und so war die logische Konsequenz, zumindest im Fu\u00dfball den Standort zu wechseln und f\u00fcr Manderscheid zu spielen. Handball in Daun war zu diesem Zeitpunkt noch eine gro\u00dfe Unbekannte.<\/p>\n<p style=\"font-style: normal;\">Doch fu\u00dfballerisch zog es ihn 1971 wieder zur\u00fcck zum SV Ehrang. \u201eIn dieser Zeit fuhr ich sechsmal in der Woche von Daun nach Trier. Zwischen Wittlich und Trier gab es noch keine Autobahn. So trainierte ich zweimal in Ehrang unter Trainer G\u00fcnter Geulich, hatte zweimal Handballtraining in Feyen und Konz. Samstags fanden die Handballspiele statt, sonntags die Fu\u00dfballspiele. Zuhause war ich selten\u201c, gestand der Sportfanatiker. &nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-style: normal;\">Als der TuS Daun 1973 in die Bezirksklasse Fu\u00dfball aufstieg, war die Entscheidung von Schwab gefallen. Er schloss sich dem TuS Daun an, spielte aber weiterhin f\u00fcr die MJC in der Handball Oberliga.<\/p>\n<p style=\"font-style: normal;\">\u201eDie Spiele fanden in Konz statt, zu dieser Zeit gab es in Trier au\u00dfer der Postsporthalle keine zuschauerfreundlichen Hallen\u201c, erinnert er sich. 1973 gr\u00fcndeten Bundeswehrsoldaten der Heinrich Hertz Kaserne eine Handballabteilung in Daun und man \u00fcberredete den MJC Spieler, in Daun neben Fu\u00dfball auch Handball zu spielen. \u201eDurch die Bundeswehr hatten wir einige fertige Spieler in unseren Reihen (Pit L\u00f6rscher, Wolfgang Kaufeld, Wolfgang Engel, Michael Weinmann, Peter Sult, Hermann Schw\u00f6ppe, Georg Linnerth), so dass schon 1978 die Meisterschaft der Landesliga erreicht wurde.&nbsp; In dem Jahr war ich Spielertrainer. 1979 kam Jochen Scheler nach Daun. Er \u00fcbernahm das Traineramt und er hatte gro\u00dfen Anteil am Aufstieg in die Regionalliga West 1982.&nbsp; Im ersten Jahr konnten wir den 9. Platz und damit den Klassenerhalt schaffen, in der darauffolgenden Spielzeit war das leider nicht mehr m\u00f6glich\u201c. Seit Gr\u00fcndung der Handballabteilung wurde immer Wert auf eine intensive Jugendarbeit gelegt. In den Anfangsjahren waren besonders Albert Steffens und Ivo W\u00fcst mir ihrer Arbeit sehr erfolgreich. Viele Bezirks- und Rheinlandmeisterschaften wurden im Laufe der Jahre&nbsp; errungen.<\/p>\n<p style=\"font-style: normal;\">Doch Schwab kennt auf den Unterschied zu damals: \u201eIn der heutigen Zeit wird es immer schwieriger, die Jugendlichen f\u00fcr den Sport zu begeistern. In Daun sind die heutigen Verantwortlichen aber auf einem engagierten Weg. In diesen ganzen Jahren war ich pers\u00f6nlich als Spieler der ersten Mannschaft und als Jugendtrainer aktiv. Zeitweise trainierte ich 5 Mannschaften und war auch als Schiedsrichter unterwegs. Wegen einer Knieverletzung hatte ich meine Fu\u00dfballkarriere inzwischen l\u00e4ngst beendet (1975). Nach dem Hoch mit zwei Jahren Regionalliga West stiegen wir 1986 aus der Oberliga in die Landesliga ab, schafften zwei Jahre sp\u00e4ter aber wieder den Aufstieg in die Oberliga. 1994 konnten wir dort wieder die Meisterschaft erringen und wieder drei Jahre in der Regionalliga West spielen. Seitdem spielt die Dauner 1. Herrenmannschaft konstant in der Oberliga oder dann in der sp\u00e4teren Rheinlandliga. Dieses Jahr wurde der Aufstieg in die Oberliga Rheinland Pfalz Saar \u00fcberraschenderweise erreicht. Mal sehen was da noch kommt\u201c, orakelt der Dauner.<\/p>\n<p style=\"font-style: normal;\">Neben seinen vielen Trainert\u00e4tigkeiten im Senioren-, Damen \u2013 und Jugendbereich war er von 1986 bis 1995 Abteilungsleiter, bis Helmut Plein Schwab abl\u00f6ste. Intensiv das Bem\u00fchen Schwabs um den Nachwuchs: \u201eW\u00e4hrend meiner Zeit als Lehrer der Grundschule Daun versuchte ich immer wieder, die talentiertesten Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen zum Handball zu bringen. Daher sind die gute und konzentrierte Jugendarbeit Garant f\u00fcr die erfolgreiche Zukunft des Dauner Handball. 2012 habe ich meine aktive Zeit in der Handballabteilung beendet und engagierte j\u00fcngere Leute f\u00fchren die Arbeit in meinem Sinne weiter\u201c, lobt Schwab.<\/p>\n<p style=\"font-style: normal;\">F\u00fcr ihn waren die H\u00f6hepunkte der Dauner Handballabteilung die Pfingstturnier, die von 1974 bis 1984 im Wehhrb\u00fcschstadion stattfanden. Im Spitzenjahr 1982 nahmen 48 Vereine und insgesamt 107 Mannschaften daran teil. 1200 Sportler gaben sich ein Stelldichein in Daun. Gezeltet wurde auf der Wiese, auf der jetzt die Wehrb\u00fcschhalle steht. Weil diese neue Halle 1985 erbaut wurde und damit die Zeltm\u00f6glichkeiten wegfielen, konnte das Pfingstturniernicht mehr durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p style=\"font-style: normal;\">Ein weiteres Highlight war der TechniSat Cup, der von 1992 bis 1997 ausgerichtet wurde: ein Handballturnier f\u00fcr Spitzenmannschaften, denen das Turnier als Saisonvorbereitung diente. \u201e Da die Mannschaften keine Antrittsgelder verlangten, wurden sie aber von unserer Abteilung in Hotels untergebracht und verpflegt. Wir konnten Mannschaften wie TV Gro\u00dfwallstadt, ThSV Eisenach, Sittardia Sittard, Tus Griesheim, Bayer Leverkusen, Bayer Dormagen, Eintracht Wiesbaden, TuRu D\u00fcsseldorf, BW Spandau Berlin, TBV Lemgo, VFL Gummersbach, OSC Rheinhausen, VFL Bad Schwartau, GW Dankersen-Minden, HC Empor Rostock bewundern. 1996 und 1997 wurde das Turnier von der N\u00fcrburg Quelle gesponsert\u201c, verr\u00e4t der Eifelaner.<\/p>\n<p style=\"font-style: normal;\">Auch Spiele gegen Topmannschaften hat Schwab in bester Erinnerung. So spielten die Eifelaner 1979 gegen die Nationalmannschaft aus Brasilien (14:18), 1981 gegen Dukla Prag (13:33), 1982 gegen Ferencvaros Budapest (16:23), 1986 gegen Initia Hasselt (16:26), 1988 gegen TuRu D\u00fcsseldorf (22:30, 1989 gegen Roter Stern Belgrad (19:34) und 1991 gegen TuS Griesheim (18:31).<\/p>\n<p style=\"font-style: normal;\">Nicht zuletzt erw\u00e4hnt werden sollten auch die Dauner Spieler, die durch die \u201eHandballschule\u201c von Schwab in Daun gegangen sind, oder ihn noch als aktiven Spieler erlebten.<\/p>\n<p style=\"font-style: normal;\">So wurde Michael Hein Nationalspieler, (spielte f\u00fcr Turu D\u00fcsseldorf, Tusem Essen, TV Gro\u00dfwallstast, Thomas Hein spielte wie Stefan Hein 2. Liga beim TuS Griesheim, Michael Lehnertz wechselte nach einem Jahr in Daun zu Bayer Leverkusen und dem Vfl Gummersbach und spielte dann 54 Mal f\u00fcr die Deutsche Nationalmannschaft. Martin Stumps ging zum VFL Fredenbeck, SG Wallau Massenheim, HSV Hamburg 2. Aber auch die Damen aus Daun machten Karriere. So spielte Elisabeth M\u00fcller bei Bayer \u00dcrdingen und Engelskirchen (damals Bundesliga, Caroline Thomas, Nadja Zimmermann und Lisa Schenk schafften den Sprung in die Bundesliga und spielten f\u00fcr Vereine wie Weibern, Dortmund und Besnheim.<\/p>\n<p style=\"font-style: normal;\">Doch der Dauner Handball schmorrte nie v\u00f6llig im eigenen Saft, hatte einige namhafte ausl\u00e4ndische Handballer und Handballerinnen in seinen Reihen, die Schwab heute noch alle benennen kann und von denen einige w\u00e4hrend ihrer Dauner Zeit Unterkunft und Verpflegung im Hause Schwab bei Rainer und seiner Ehefrau Ute fanden: \u201eHenk Bos aus den Niederlanden, Goran Voyvodi aus Serbien, Goji Ishihara aus Japan, Adam Sculz aus Polen, Tavi Oktavian aus Rum\u00e4nien, Belinda van Dongen aus den Niederlanden. Liz N\u00f6r Andersen aus D\u00e4nemark und&nbsp; Mohammed Kunle aus Nigeria pr\u00e4gten das Handballgeschehen in Daun.<\/p>\n<p style=\"font-style: normal;\">Noch heute geht Schwab seinen, wie er es nennt \u201ealtersgem\u00e4\u00dfen Hobbies Golfen, Wandern und Reisen\u201c nach.<\/p>\n<p><em><strong>Quelle: mosel-handball.de<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Foto: Rainer Schwab (rechts) mit Helmut Plein und Jochen Scheler 1960 startet eine beeindruckende Sportlerkarriere. Die Rede wird von Rainer Schwab, dem mittlerweile 73-j\u00e4hrigen Pension\u00e4r sein, der wie kaum ein [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1621,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"image","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[102],"class_list":["post-1620","post","type-post","status-publish","format-image","has-post-thumbnail","hentry","category-verein","tag-verein","post_format-post-format-image"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dauner-handball.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1620","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dauner-handball.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dauner-handball.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dauner-handball.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dauner-handball.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1620"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.dauner-handball.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1620\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3935,"href":"https:\/\/www.dauner-handball.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1620\/revisions\/3935"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dauner-handball.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1621"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dauner-handball.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1620"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dauner-handball.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1620"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dauner-handball.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1620"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}