{"id":1220,"date":"2020-06-07T15:32:07","date_gmt":"2020-06-07T13:32:07","guid":{"rendered":"http:\/\/dauner-handball.info\/?p=1220"},"modified":"2020-09-13T10:40:23","modified_gmt":"2020-09-13T08:40:23","slug":"handball-das-leben-der-schelers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dauner-handball.de\/?p=1220","title":{"rendered":"Handball, das Leben der Schelers"},"content":{"rendered":"<div class=\"sqrmobilefullwidth \">\n<div class=\"paragraph\">\n<div id=\"ngparablogheadw7e46070c29340b64f56847714704444\" class=\"sqpparabloghead sqpparablogheadmarginleft\">\n<div>\n<p>Seine Handballkarriere war vorprogrammiert: \u201eIch durfte nur zum Handball, es gab zun\u00e4chst keine andere Sportart\u201c, erz\u00e4hlt Jochen Scheler, geb. 1952, der in Oldenburg als Jugendlicher erste Handballerfahrungen beim OTB sammelte. Bedingt durch die Tatsache, dass sein Vater Handballer durch und durch war, selbst Handballtrainer, zeichnete sich die Handallkarriere des heute 68-j\u00e4hrigen fr\u00fch ab. Auch sein Bruder spielte aktiv zu Feldhandballzeiten und so war klar, dass Jochen sich nur in dieser Sportart bewegen sollte.&nbsp; Als Seniorenspieler in der Oberliga Nordsee ab 1972, wechselte er 1974 zur SG Altj\u00fchrden, die ebenfalls in der Oberliga Nordsee spielte und stieg mit der Mannschaft in die seinerzeit zweith\u00f6chste Liga in Deutschland, die Regionalliga Nord auf. \u201eDamals kam das Angebot aus Altj\u00fchrden, dass ich unbedingt annehmen wollte\u201c, sagt Scheler.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"sqrallwaysboxed \">\n<div class=\"paragraph\">\n<div class=\"paragraphcontentsidebarmedium\">\n<p>Seine berufliche Laufbahn f\u00fchrte ihn zun\u00e4chst als Lehrer an die Grundschule Fredenberg in Salzgitter. 1976 wechselte er zur SG Eintracht Hildesheim, die in der Regionalliga Nord spielte. Berufliche Gr\u00fcnde seiner damaligen Verlobten waren entscheidend, dass Scheler im August 1979 in die Eifel umzog &#8211; dort wurde der Norddeutsche sesshaft, Trainer und Spieler des TuS Daun. \u201eDer Einstieg als Spielertrainer wurde mir einfach gemacht. Ich fand ein sehr gutes Umfeld im Verein vor, hatte Spieler wie Rainer Schwab, Pit L\u00f6rscher, Michael Weinmann, Peter Sch\u00fcller, die Kauffeld Br\u00fcder, Gerd Junk, Norbert Stelmach, Heinz Hammann und viele mehr, die genauso handballverr\u00fcckt im positiven Sinne wie ich waren\u201c, erinnert der Handballcoach.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n\u201eIm ersten Oberligajahr 81\/82 wurde uns im Pokal der Zweitligist TuS Derschlag zugelost. Also machte ich mich gemeinsam mit Rainer Schwab und Pit L\u00f6rscher auf den Weg, beobachteten den TuS in einem seiner Meisterschaftsspiele. Wir machten Videoaufnahmen mit einem Equipment, das gut und gerne in einen Container gepasst h\u00e4tte. Zuhause habe ich das Spiel der Derschlager regelrecht seziert, dabei jeden einzelnen Spielzug auseinandergenommen und meine Jungs auf den Gegner vorbereit. Obwohl wir uns dann im Pokalspiel gut verkauften, verloren wir die Begegnung. Geblieben sind aber die Erkenntnisse \u00fcber deren Spielz\u00fcge, die ich dann f\u00fcr unser Spiel adaptiert und weiter ausgebaut habe\u201c, verr\u00e4t Scheler.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nAls Spielertrainer f\u00fchrte Scheler seine Mannschaft von der Landesliga \u00fcber die Oberliga 1983 in die Regionalliga, in der er die Mannschaft drei Jahre lang als Spielertrainer coachte.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"sqrallwaysboxed \">\n<div class=\"paragraph\">\n<div class=\"paragraphcontentindentsidebarmedium\">\n<p>Gerne erinnert sich Scheler an eine Begebenheit aus dem Aufstiegsjahr 1983, als die Familien Schwab, Scheler und L\u00f6rscher gemeinsam ihren Skiurlaub in der Schweiz gebucht hatten, doch der fiel dann in die Phase der letzten drei entscheidenden Spiele um die Meisterschaft. Was tun? \u201eUnsere Frauen fuhren schon mal allein vor, wir absolvierten unser Heimspiel gegen Hermeskeil, setzten uns anschlie\u00dfend ins Auto und fuhren in den Skiurlaub nach. Am n\u00e4chsten Wochenende stand die Begegnung in Sobernheim an. Also setzten wir uns wieder ins Auto, fuhren aus der Schweiz in den Hunsr\u00fcck, absolvierten das entscheidende Saisonspiel, nachdem wir dann als Meister feststanden. In der Kabine wurde bereits gefeiert, Rainer und Pit hatten bereits etwas getrunken und sa\u00dfen hinten in meinem Auto, als ich aus der Kabine kam und zwangsl\u00e4ufig fahren musste. Es war eine tolle Gemeinschaft in Daun, an die ich mich sehr gerne erinnere, vor allem an die vielen Abende nach unseren Spielen im Hotel Gro\u00df, die wir gemeinsam mit unseren Frauen verbrachten\u201c.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.mosel-handball.de\/s\/cc_images\/teaserbox_12549369.jpg?t=1591522421\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><br \/>\n<\/a>Sein besonderes Augenmerk legte der P\u00e4dagoge aber schon immer auf die Jugend, trainierte von 1987 bis 1996 in Daun verschiedene Mannschaften von den Minis bis zur A-Jugend, musste dann aber nach der Operation beider H\u00fcften im Jahr 1996 eine Pause einlegen. Doch die Pause hielt nicht lange an: seit 1997 stand Scheler wieder als verantwortlicher Trainer der 1. Herrenmannschaft des TuS Daun seinen Mann, die damals in der Oberliga Rheinland aktiv war, der h\u00f6chsten Spielklasse des Handballverbandes. Auch als Vereinsfunktion\u00e4r machte sich Scheler verdient! Von 1989 bis 2001 war er im Vorstand des Gesamtvereins TuS Daun t\u00e4tig: zun\u00e4chst als zweiter dann als erster Vorsitzender zeichnete er verantwortlich f\u00fcr den 1400 Mitglieder starken Verein. Auch politisch mischt sich Scheler ein, war zun\u00e4chst in Manderscheid und ist seit 2010 im Dauner Stadtrat aktiv.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"sqrallwaysboxed \">\n<div class=\"paragraph\">\n<div class=\"paragraphcontentsidebarmedium\">\n<p>Im Februar 2002 verlie\u00df Scheler den TuS und wurde Trainer bei der DJK\/MJC Trier, die er bis 2006 aus der Landesliga in die Oberliga f\u00fchrte. 2002 entstand eine intensive Freundschaft mit dem damaligen Frauen-Coach der Miezen, Dago Leukefeld, die bis heute Bestand hat. \u201eSie ist noch fester und intensiver geworden. Ich habe von Dago viel lernen k\u00f6nnen. Noch heute treffen wir uns regelm\u00e4\u00dfig, vor allem wenn Dago seine Camps in der N\u00e4he ausrichtet. Wir gehen dann golfen und sp\u00e4testens ab dem 2. Loch reden wir nur noch \u00fcber Handball. Ich habe von Dago viel \u00fcbernommen, vor allem eine Forderung, die elementar f\u00fcr unsere Vereine ist: Pflegt eure Jugendtrainer. Die Vereine wollen die Jugendarbeit, m\u00fcssen einfach bereit sein, die entsprechende Aufwandsentsch\u00e4digung zu zahlen und den Jugendtrainern einiges an die Hand zu geben. So habe ich aus privaten Mitteln eine Handballbibliothek aufgebaut, die ich immer wieder gerne interessierten Nachwuchstrainern an die Hand gebe\u201c.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nEs folgte der \u201eAuslandsaufenthalt\u201c: mit seinem Freund Christoph Bartel \u00fcbernahm Scheler den luxemburgischen Erstligisten HC Berchem (2007-2008), ehe ihn berufliche Gr\u00fcnde zwangen, eine handballerische Pause einzulegen. Scheler \u00fcbernahm die Schulleitung der Hauptschule Daun. \u201eIch konnte in dieser Zeit einen Einblick in die luxemburgische Handballszene genie\u00dfen, hatte mit Christoph einen jungen engagierten Handballkollegen, der als hauptverantwortlicher Coach t\u00e4tig war. Ich \u00fcbernahm als Co-Trainer das Torwarttraining und hatte gleich drei Nationalkeeper im Training. Als Christoph dann zur HG Saarlouis in die zweite Liga wechselte, wollte Berchem mich als hauptverantwortlichen Coach verpflichten, doch meine beruflichen Anforderungen lie\u00dfen das einfach nicht zu\u201c.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nDoch lange hielt es der Handballfanatiker nicht ohne seinen Sport aus. 2011 \u00fcbernahm er C-, B- und A- Jugendmannschaften erneut in seiner Wahlheimat in Daun, ist derzeit verantwortlicher Coach der Dauner A-Jugend.<br \/>\n&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.mosel-handball.de\/s\/cc_images\/teaserbox_12549370.JPG?t=1591522479\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><br \/>\n<\/a>Der Handball Enthusiast, dessen mittlerweile erwachsenen Kinder Jan-Dirk und Wibke als Handballer h\u00f6herklassig unterwegs waren, ist weiterhin neben seinen Trainert\u00e4tigkeit im Jugendbereich intensiver Besucher der Dauner 1. Herrenmannschaft, hat sich der neugegr\u00fcndeten Dauner Gruppe \u201eRPS 2020\u201c angeschlossen und steht hier mit Rat und Tat zur Seite. \u201eEs kommen in der neuen Liga viele Aufgaben und Anforderungen auf den Verein zu und selbstverst\u00e4ndlich bin ich bereit, mich hier einzubringen. Wahrscheinlich wird aber die n\u00e4chste Saison die letzte Saison meiner Trainert\u00e4tigkeit sein\u201c, sagt Scheler, doch so recht glauben will ihm das keiner.<\/p>\n<p><em><strong>Quelle: mosel-handball.de<\/strong><\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seine Handballkarriere war vorprogrammiert: \u201eIch durfte nur zum Handball, es gab zun\u00e4chst keine andere Sportart\u201c, erz\u00e4hlt Jochen Scheler, geb. 1952, der in Oldenburg als Jugendlicher erste Handballerfahrungen beim OTB sammelte. 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